Offshore-Tauglichkeitsuntersuchungen 

OEUK | Energy Institute (EI) | Offshore Wind | Öl- und Gasindustrie 

Internationale Offshore-Medicals für Beschäftigte der Offshore-Windenergie sowie der Öl- und Gasindustrie 

Arbeiten auf Offshore-Plattformen, Windenergieanlagen, Errichterschiffen oder Spezialschiffen stellt hohe Anforderungen an Gesundheit, körperliche Belastbarkeit und medizinische Eignung. Große Entfernungen zum Festland, anspruchsvolle Wetterbedingungen und eine häufig nur eingeschränkt verfügbare medizinische Versorgung machen eine sorgfältige ärztliche Beurteilung unverzichtbar.
 
Wir bieten in der Seemannsambulanz Rostock internationale Offshore-Tauglichkeitsuntersuchungen (Offshore Medicals) nach den Richtlinien von Offshore Energies UK (OEUK) an. Als einer von derzeit nur wenigen registrierten OEUK Medical Examiners in der Region Rostock führen wir diese Untersuchungen für Beschäftigte der Offshore-Windenergie sowie der Offshore-Öl- und Gasindustrie durch.

Darüber hinaus beurteilen wir die medizinische Eignung von Beschäftigten im Bereich der Offshore-Windenergie unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Energy Institute (EI 3583 – Medical Fitness Assessment for Wind Turbine Workers)
Die aktuellen OEUK-Richtlinien weisen ausdrücklich darauf hin, dass Offshore Medicals auch im Bereich der Offshore-Windenergie Anwendung finden und durch die Empfehlungen des Energy Institute sinnvoll ergänzt werden. 

Was ist eine Offshore-Tauglichkeitsuntersuchung?


Eine Offshore-Tauglichkeitsuntersuchung dient der Beurteilung, ob Beschäftigte den besonderen gesundheitlichen Anforderungen eines Offshore-Einsatzes gewachsen sind. Anders als an einem gewöhnlichen Arbeitsplatz ist eine medizinische Versorgung auf See häufig nur eingeschränkt möglich. Je nach Einsatzort können mehrere Stunden vergehen, bis eine Evakuierung per Hubschrauber oder Schiff möglich ist.

Aus diesem Grund wird bereits vor Aufnahme der Tätigkeit ärztlich geprüft, ob Erkrankungen oder gesundheitliche Einschränkungen vorliegen, die unter Offshore-Bedingungen zu einer Gefährdung des Mitarbeiters oder des gesamten Teams führen könnten.

Die Untersuchung orientiert sich an den international anerkannten Richtlinien von Offshore Energies UK (OEUK). Für Beschäftigte der Offshore-Windenergie finden zusätzlich die Empfehlungen des Energy Institute (EI 3583 – Medical Fitness Assessment for Wind Turbine Workers) Berücksichtigung.

Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Menschen von einer Offshore-Tätigkeit auszuschließen. Ziel ist vielmehr eine sorgfältige und nachvollziehbare medizinische Risikobeurteilung unter Berücksichtigung der besonderen Arbeits- und Umweltbedingungen auf See.

 

Wer benötigt eine Offshore-Tauglichkeitsuntersuchung? 

Eine Offshore-Tauglichkeitsuntersuchung wird von Unternehmen der Offshore-Energiebranche für zahlreiche Tätigkeiten gefordert. Hierzu gehören unter anderem Beschäftigte auf Offshore-Windenergieanlagen sowie Mitarbeiter der Öl- und Gasindustrie. 

Typische Einsatzbereiche sind beispielsweise: 

  •  Wind Turbine Technicians 
  •  Service- und Wartungstechniker 
  •  Commissioning Engineers 
  •  Rope Access Technicians 
  •  Offshore Construction Teams 
  •  Errichter- und Installationsschiffe 
  •  Jack-up Vessels 
  •  Service Operation Vessels (SOV) 
  •  Crew Transfer Vessels (CTV) 
  •  Survey Vessels 
  •  Dynamisch positionierte Schiffe (DP Vessels) 
  •  Projektleiter, Supervisoren und HSE-Manager 
  •  Besucher (Visitor Medicals), sofern vom Auftraggeber gefordert 


Die konkreten Anforderungen richten sich nach dem jeweiligen Einsatzgebiet sowie den Vorgaben des Arbeitgebers. 


Welche Tätigkeiten werden Offshore ausgeführt? 

Die Anforderungen an Beschäftigte im Offshore-Bereich sind vielfältig und unterscheiden sich je nach Einsatzgebiet, Schiffstyp und Arbeitsumgebung. Gemeinsam ist allen Tätigkeiten, dass sie unter besonderen Bedingungen stattfinden: fernab einer unmittelbaren medizinischen Versorgung, häufig unter wechselnden Wetterbedingungen sowie mit erhöhten körperlichen und sicherheitstechnischen Anforderungen. 

Eine Offshore-Tauglichkeitsuntersuchung kann unter anderem für folgende Tätigkeiten erforderlich sein: 

  •  Wind Turbine Technicians (Wartung und Instandhaltung von Windenergieanlagen) 
  •  Service- und Instandhaltungstechniker 
  •  Commissioning Engineers 
  •  Elektriker und Mechatroniker 
  •  Rope Access Technicians (Industriekletterer) 
  •  Offshore Construction Teams 
  •  Survey- und Vermessungsteams 
  •  HSE-Manager und Supervisoren 
  •  Projektleiter 
  •  Besucher (Visitor Medicals), sofern vom Auftraggeber gefordert 


Ebenso kommen Offshore Medicals für Beschäftigte auf unterschiedlichen Schiffstypen und Offshore-Einheiten zum Einsatz, beispielsweise auf: 

  •  Service Operation Vessels (SOV) 
  •  Crew Transfer Vessels (CTV) 
  •  Jack-up Vessels 
  •  Installations- und Errichterschiffen 
  •  Survey Vessels 
  •  Dynamisch positionierten Schiffen (DP Vessels) 
  •  Offshore-Plattformen der Öl- und Gasindustrie 
  • Offshore-Umspannplattformen


Die konkreten medizinischen Anforderungen richten sich nach der jeweiligen Tätigkeit sowie den Vorgaben des Arbeitgebers.


Wie läuft die Untersuchung ab?

Vor Beginn der Untersuchung erfolgt zunächst ein ausführliches ärztliches Gespräch über Ihre bisherige Krankengeschichte, bestehende Erkrankungen, frühere Operationen sowie regelmäßig eingenommene Medikamente. Anschließend erfolgt die körperliche Untersuchung entsprechend den aktuellen OEUK-Richtlinien.

Je nach Einsatzbereich und den Anforderungen des Arbeitgebers können ergänzende Untersuchungen erforderlich sein. Nach Abschluss der Untersuchung werden alle Befunde gemeinsam besprochen und beurteilt.

Liegen keine medizinischen Einschränkungen vor, wird das entsprechende Offshore-Medical-Zertifikat ausgestellt. Sollten weitere Abklärungen notwendig sein, werden diese transparent erläutert und gemeinsam das weitere Vorgehen besprochen.

Unser Ziel ist eine nachvollziehbare, faire und medizinisch fundierte Beurteilung Ihrer Offshore-Tauglichkeit.

Welche Untersuchungen umfasst ein Offshore Medical? 

Der Umfang einer Offshore-Tauglichkeitsuntersuchung richtet sich nach den aktuellen Richtlinien von Offshore Energies UK (OEUK) sowie gegebenenfalls nach zusätzlichen Anforderungen des jeweiligen Arbeitgebers. 

Hierzu können unter anderem gehören: 

  •  ausführliche medizinische Anamnese 
  •  körperliche Untersuchung 
  •  Messung von Körpergröße, Gewicht und Body-Mass-Index (BMI) 
  •  Blutdruckmessung 
  •  Sehprüfung 
  •  Urinuntersuchung 
  •  Beurteilung bestehender Erkrankungen 
  •  Bewertung regelmäßig eingenommener Medikamente 

Je nach Tätigkeit oder individuellen medizinischen Fragestellungen können ergänzende Untersuchungen erforderlich sein. Hierzu zählen beispielsweise: 

  •  Spirometrie (Lungenfunktion) 
  •  Ruhe-EKG 
  •  Belastungs-EKG 
  •  Audiometrie 
  •  Laboruntersuchungen 


Der tatsächliche Untersuchungsumfang richtet sich stets nach den geltenden Richtlinien sowie den Anforderungen des jeweiligen Auftraggebers. 


Warum die Seemannsambulanz Rostock? 

Die Seemannsambulanz Rostock verbindet langjährige praktische Erfahrung in der maritimen Medizin mit aktueller internationaler Offshore-Medizin. 

Als registrierte OEUK Medical Examinerin führe ich Offshore-Tauglichkeitsuntersuchungen nach den aktuellen Richtlinien von Offshore Energies UK durch. Gleichzeitig fließen über zehn Jahre praktische Tätigkeit als Schiffsärztin in die medizinische Beurteilung ein. 

Die besonderen Herausforderungen des Arbeitens auf See – eingeschränkte medizinische Ressourcen, lange Evakuierungszeiten, wechselnde Wetterbedingungen und internationale Arbeitsumgebungen – sind mir aus eigener praktischer Erfahrung vertraut. 

Die Seemannsambulanz Rostock verbindet die Erfahrung aus Allgemeinmedizin, Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin, Tauchmedizin und zehn Jahren maritimer Tätigkeit für eine medizinisch fundierte, praxisnahe und nachvollziehbare Beurteilung der Offshore-Tauglichkeit. 

Die Seemannsambulanz Rostock versteht sich als Ansprechpartner für Beschäftigte der Offshore-Windenergie, der Öl- und Gasindustrie sowie für Unternehmen, die eine kompetente und verlässliche medizinische Betreuung ihrer Mitarbeiter wünschen. 

Warum ist eine Offshore-Untersuchung anders als eine normale ärztliche Untersuchung? 

Offshore-Arbeitsplätze unterscheiden sich grundlegend von landgestützten Arbeitsplätzen. Medizinische Hilfe ist häufig erst nach Stunden verfügbar. Wetterbedingungen können eine Evakuierung verzögern, und auf vielen Offshore-Anlagen steht lediglich eine erweiterte Erste Hilfe oder telemedizinische Unterstützung zur Verfügung. Ziel der Untersuchung ist deshalb nicht nur die Beurteilung der aktuellen Gesundheit, sondern auch die Einschätzung möglicher Risiken unter den besonderen Bedingungen eines Offshore-Einsatzes.